Breitband GmbH erhält rund zwei Millionen vom Land

Für die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet will der Main-Kinzig-Kreis in der abschließenden Phase des Breitbandausbaus nun auch die letzten Gebiete an das digitale Netz anschließen. Zur Finanzierung dieser aufwändigen Arbeiten hatte die kreiseigene Breitband GmbH entsprechende Fördermittel beim Bund und beim Land beantragt.
 
Vorrangig geht es jetzt um entlegene Siedlungen, Weiler und Bauernhöfe. Insgesamt werden mittelfristig weitere über 2.600 Haushalte, rund 120 Gewerbebetriebe sowie 27 öffentliche Liegenschaften wie Schulen und Rathäuser davon profitieren. Insgesamt werden dafür im Auftrag der Breitband Main-Kinzig GmbH noch einmal etwa 140 Kilometer Glasfaserkabel verlegt.
 
Insgesamt werden dabei noch einmal rund 5,6 Millionen Euro im Main-Kinzig-Kreis investiert, knapp zwei Millionen Euro deckt die Hessische Landesregierung zusätzlich aus Mitteln des Bundes ab. Den offiziellen Förderbescheid hat Anfang Juni der zuständige Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson persönlich an Landrat Erich Pipa überreicht. 
 
Dabei betonte er, dass Hessen beim Breitband-Ausbau weit vorne liegt: „Ende 2014 hatten drei von vier hessischen Haushalten die Möglichkeit, schnelles Internet zu nutzen oder zumindest eine konkrete Versorgungsperspektive“. Samson bekräftigte das Ziel der Landesregierung, Hessen bis Ende 2018 flächendeckend zu erschließen. Führend ist Hessen bei der Erschließung mit modernen Glasfaserverbindungen, auf deren Grundlage sich in Zukunft noch deutlich höhere Übertragungsraten als die derzeit angestrebten mindestens 50 Mbit/s realisieren lassen.
 
Der Staatssekretär bezeichnete schnelle Datenverbindungen als die unverzichtbare Infrastruktur für digitale Anwendungen, die immer weiter in den Alltag und in das Wirtschaftsleben vordringen. Hier habe der Main-Kinzig-Kreis ein zukunftsweisendes Projekt realisiert. Denn bereits im Oktober 2012 startete hier der Breitbandausbau mit den ersten Pilotprojekten.
 
Rund 600 Kilometer Glasfaserkabel wurden seither verlegt und innerhalb von zwei Jahren alle 29 Städte und Gemeinden samt ihrer 160 Ortsteile mit einer leistungsfähigen Datenleitung versorgt. Rund 50 Millionen Euro für dieses Infrastrukturprojekt umgesetzt. „Eine lohnende Investition für unsere Zukunft im Wettbewerb mit anderen Standorten“, bilanzierte Landrat Erich Pipa. Einen Zuschuss von etwa 2,4 Millionen steuerte der Bund direkt dazu.