Breitbandmobil macht am Jugendzentrum Ronneburg Halt

Um den Breitbandausbau ist es im Main-Kinzig-Kreis gut bestellt. Das wissen auch die Ministerien des Landes Hessen und des Bundes, die mit dem Thema betraut sind. Am Jugendzentrum Ronneburg hat daher kürzlich das Breitbandmobil der Bundesregierung Halt gemacht, um die Erfahrungen des Kreisprojekts aufzunehmen. „Schnelles Internet ist im Main-Kinzig-Kreis nahezu flächendeckend verfügbar. Unsere Kraftanstrengungen in dem Bereich haben sich ausgezahlt“, erläuterte der Kreisbeigeordnete Matthias Zach im Beisein von Jörg Karnelka, dem Geschäftsführer der Breitband Main-Kinzig GmbH, und Günter Frenz, kommunalpolitischer Berater von „atene KOM“. Die Agentur „atene KOM“ soll als Projektträger des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur den Ausbau von schnellem Internet bundesweit voranbringen.
 
Den großen Ausbau des Glasfasernetzes, das Verlegen von rund 560 Kilometern Kabel, hatte der Main-Kinzig-Kreis binnen zweieinhalb Jahren in Eigenregie vorgenommen. Auf Initiative von Landrat a.D. Erich Pipa wurden flugs die Grundlagen geschaffen, um schon im Jahre 2015 weit mehr als 90 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet zu versorgen – ein Status, von dem auch zwei Jahre später viele Landkreise nur träumen können.
 
Mit einer Förderung durch den Bund und einer Kofinanzierung durch das Land Hessen werden in diesem Jahr weitere rund 100 Kleinprojekte in Angriff genommen, um auch entlegenere Höfe und Siedlungen anzuschließen. „Gerade der Breitbandausbau an den Schulen und öffentlichen Einrichtungen ist ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität unseres Kreises“, erklärte Matthias Zach beim Empfang in Ronneburg in seiner Funktion als Vorsitzender der Betriebskommission Jugend- und Freizeiteinrichtungen und zugleich als Schuldezernent. Die neuen Maßnahmen wurden seinerzeit aufgrund schwieriger Wirtschaftlichkeit der Einzelprojekte nicht mit umgesetzt. Durch die 90-prozentige Förderung – 50 Prozent kommen vom Bund, 40 Prozent vom Land – waren sie für die Breitband Main-Kinzig aber realisierbar. 
 
„Bis Ende Juli sollen alle Maßnahmen abgeschlossen sein“, so Zach. Eine der Baustellen war zum Zeitpunkt des Besuchs am Jugendzentrum bereits beendet: jene zur Anbindung des Jugendzentrums selbst. Reinhold Walz, Leiter der Einrichtung, zeigte sich erfreut, dass den Gästen des Juz ebenso wie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein digitales Arbeiten mit hohen Breitbandraten ermöglicht werden kann. 
 
Die Erfahrungen des Main-Kinzig-Kreises mit dem Ausbau werden vom Breitbandmobil in einer Art Tagebuch festgehalten und in Kürze im Internet zu lesen sein, neben den Aufzeichnungen aus anderen Regionen. „Das Motto lautet bei diesem Thema: gute Beispiele zum Vorbild nehmen. Unser Ausbau mit dieser starken Entwicklung dient sicher als sehr gutes Beispiel zur Digitalisierung des Landes“, sagte Zach.
 
Bildunterschrift: Der Main-Kinzig-Kreis als Vorbildkreis in Sachen digitaler Zukunft (von links): Kreisbeigeordneter Matthias Zach, Simone Roth (Breitband Main-Kinzig), Günter Frenz (atene KOM), Jörg Karnelka (Breitband Main-Kinzig) und Reinhold Walz (JuZ Ronneburg).