Östlicher Teil Gettenbachs wird ans Glasfasernetz angebunden

Gründauer Ortsteil profitiert von weiterem Ausbau der Breitband Main-Kinzig

Main-Kinzig-Kreis. – „Bis zu den Sommerferien hat auch der östliche Teil Gettenbachs schnelles Internet, darauf arbeiten die Breitband Main-Kinzig und die beteiligten Firmen mit Hochdruck hin“, hat Landrat Thorsten Stolz bei einem Besuch im kleinsten Gründauer Ortsteil angekündigt. Bürgermeister Gerald Helfrich nahm die Nachricht erfreut auf, hatte es doch in diesem Teil seiner Kommune über Jahre hinweg „gehakt“. Hintergrund waren die lange Zeit fehlenden technischen Voraussetzungen eines größeren Telekommunikationsunternehmens, die für eine Anbindung des „hinteren Teils“ Gettenbachs durch die kreiseigene Gesellschaft zwingend erforderlich gewesen sind. Nun – und unterstützt durch Fördermittel des Bundes – konnten die Arbeiten in Angriff genommen werden.

Zum offiziellen Auftakt der Bauarbeiten besuchten mit Verena Scharf, Günter Frenz und Manfred Henning auch drei Vertreter von atene KOM die Baustelle. Die atene KOM betreut deutschlandweit unter anderem als Projektträger des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur die Koordination und Abwicklung der Bundesfördermittel im Breitbandausbau, so auch im Main-Kinzig-Kreis. 

„Der Main-Kinzig-Kreis ist eines der ersten Projekte, die mittels Betreibermodell auf der Zielgeraden des Projektabschlusses sind und sich in der Phase der Mittelanforderung befinden. Dies resultiert vor allem aus der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten vor Ort und von Bund, Land und Kommunen“, so Henning, Regionalleiter des Büros in Wiesbaden. Im Bereich des Infrastrukturausbaus stehe die regionale Entwicklung im Mittelpunkt. Haushalte, Krankenhäuser, Gewerbegebiete, Schulen, soziale Einrichtungen – die gesamte Breite an öffentlichen Institutionen gelte es einzubinden. „Dies ist dem Main-Kinzig-Kreis gelungen“, erklärte Henning.

Landrat Thorsten Stolz knüpfte daran an und hob hervor, „dass es für uns jetzt darum geht, die wenigen weißen Flecken, die es auf der Landkarte des Kreises noch gibt, zu tilgen“. Neben den vereinzelten unterversorgten Siedlungsbereichen sind dies auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, denen teils heute schon schnelles Internet zur Verfügung steht, teils diese schnellen Übertragungsraten aber noch fehlen. Für Gründau-Gettenbach investiere die Breitband Main-Kinzig nun zusätzlich 100.000 Euro. Jörg Karnelka, Geschäftsführer der Breitband Main-Kinzig, bekräftigte, dass sich Projekte wie diese allesamt in oder kurz vor der Umsetzung befänden. „Die Fördermittel sind gut angelegt, um den Kreis auch in etwas abgelegenen Regionen zukunftsfest zu vernetzen“, so Karnelka.

Für die Gemeinde Gründau richtete Bürgermeister Helfrich an alle Beteiligten seinen Dank, insbesondere an die Breitband Main-Kinzig. „Ich habe mich riesig gefreut, dass dieser Lückenschluss in Gründau Teil des Förderprogramms geworden ist“, so Helfrich. Die Arbeiten kommen nach Angaben der beauftragten Tiefbaufirma Muthig auch gut voran. In Gründau-Gettenbach sei man im Laufe des Monats April mit der Errichtung der Trasse über 1,4 Kilometer fertig, danach folge der Technikeinbau, wie Jochen Röder seitens des Unternehmens sagte. Bis zu den Sommerferien soll die Infrastruktur dann so weit fertig sein, dass weitere 60 Haushalte schnelles Internet nutzen können. 

 

Bildunterschrift: Die Baustelle in Gettenbach ist offiziell eröffnet – und bis zu den Sommerferien kann auch im östlichen Teil des Ortes im schnellen Netz gesurft werden (von links): Landrat Thorsten Stolz, Manfred Henning (atene KOM), Breitband-Geschäftsführer Jörg Karnelka, Bürgermeister Gerald Helfrich, Günter Frenz (atene KOM), Verena Scharf (atene KOM), Simone Roth (Breitband Main-Kinzig), Ortsvorsteher Gerhard Schmidt und Jochen Röder (Firma Muthig).