Pipa verabschiedet sich mit besten Perspektiven für Breitband GmbH

Landrat Pipa stattete dem Stand der Breitband Main-Kinzig bei der Wächtersbacher Messe einen Besuch ab und wünschte dem neuen Geschäftsführer Jörg Karnelka viel Erfolg.

Mit einer „ordentlichen Bilanz und besten Perspektiven“ für die Breitband Main-Kinzig GmbH hat sich Landrat Erich Pipa jetzt aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. Zudem stellte er den neuen Geschäftsführer Jörg Karnelka persönlich vor. Der Informatik-Betriebswirt und Prokurist für die Main-Kinzig-Kliniken hat am 1. April die Aufgabe übernommen von Sibylle Hergert, die aus familiären Gründen eine Pause einlegt.

Für Landrat Erich Pipa geht nach rund fünf Jahren eine einzigartige Erfolgsgeschichte zu Ende, denn auf sein Betreiben hin beschloss der Kreistag am 30. März 2012 mit großer Mehrheit die Gründung der entsprechenden Breitbandgesellschaft und der Netzausbau konnte beginnen. In seiner letzten Sitzung als Vorsitzender konnte er nun ein hervorragendes Zwischenergebnis vortragen und – neben Tilgung und Abschreibung – für das kommende Jahr erstmals „schwarze Zahlen“ ankündigen. Damit liegt das Unternehmen deutlich vor dem kalkulierten Wirtschaftsplan.

Grundlage für die gute Entwicklung sind die weiterhin wachsenden Kundenzahlen. Über 40.000 Verträge kann der Telekommunikationsanbieter M-net als Partner vorweisen. Diese Zahlen liegen um fast 10.000 Kunden über der ursprünglichen Vorgabe und um etwa 2.000 Kunden über der angepassten Kalkulation. Besonders hoch bewertet Pipa zudem die über 1.850 Gewerbekunden am Netz der Breitband GmbH.

„In diesem Bereich erwarte ich in den kommenden Jahren noch erhebliche Zugänge“, so der Landrat. Denn das flächendeckende Glasfasernetz im Main-Kinzig-Kreis sei im Wettbewerb ein enormer Standortvorteil, zumal viele andere Regionen nach wie vor kein wirksames Ausbaukonzept vorweisen können.

Auch mit Blick auf die zum Teil sehr langwierige und bürokratische Förderpraxis von Bund und Land zeigte sich Pipa „äußerst zufrieden, dass der Main-Kinzig-Kreis den Ausbau der digitalen Infrastruktur selbst in die Hand genommen hat“. 

Die Breitband GmbH warte immer noch auf den offiziellen Bescheid des Landes zu den angekündigten zwei Millionen Euro. Für die Zuwendungen des Bundes sei eine umfassende und zeitintensive Dokumentation zu erstellen.

Immerhin konnten inzwischen die ersten Aufträge vergeben werden für den Anschluss der Neubaugebiete, die Versorgung der letzten kleinen Ansiedlungen sowie einiger Schulstandorte und weiterer ausgewählter Objekte. „Damit haben wir das Versprechen zum lückenlosen Ausbau in unserem Landkreis zu hundert Prozent erfüllt“, macht Pipa deutlich.

Die Bilanz des größten Infrastrukturprojektes sind Investitionen von rund 45 Millionen Euro, fast 600 Kilometer Glasfaserkabel, etwa 800 Multifunktionsgehäuse, mehr als 1.700 Kabelverzweiger, 156 angeschlossen Ortsteile mit etwa 150.000 Haushalten. In 90 Prozent der Fälle können 50 Megabit pro Sekunden geliefert werde, sonst liegen die möglichen Werte knapp darunter.